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Philae Tempel

Der Philae-Tempel erhebt sich wenige Kilometer südlich von Assuan in Oberägypten.

Versetzter Tempel Philae

Die Tempelanlage blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Ursprünglich auf der Insel Philae erbaut, drohte dem Bauwerk die Überflutung durch den Stausee des alten Assuan-Staudammes. Die Bauten wurden daraufhin abgetragen und auf der Nachbarinsel Agilkia neu errichtet. Heute ist die umfangreiche Anlage beliebtes Ziel im Rahmen einer Nilkreuzfahrt.

Geschichte des Philae-Tempels

Wann mit dem Bau des Philae-Tempels begonnen wurde, ist nicht belegt. Nachverfolgen lässt sich die Geschichte des Bauwerkes bis 370 v. Chr., als der altägyptische König Nektanebos I. auf Philae einen der Göttin Hathor geweihten Tempel errichten ließ. In den folgenden Jahrhunderten besaß der Isis-Kult auf Philae einen hohen Stellenwert. Nach der Christianisierung im sechsten Jahrhundert musste der von Isis-Anhängern besetzte Tempel gewaltsam geschlossen werden. Im Nachhinein wurde der Bau zu einer dem heiligen Stephan geweihten Kirche umfunktioniert.

Die Umsiedlung des Tempels

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts versanken die Tempelbauten auf Philae in den Fluten des Staudamms. Im Jahre 1972 entschied man sich, in einer groß angelegten Aktion den Philae Tempel auf die 600 Meter entfernte Insel Agilkia umzusiedeln. Die Tempelbauten wurden in mehr als 30.000 Blöcke zersägt und in den Jahren 1977 bis 1980 nach antikem Vorbild wieder errichtet. Seit 1979 zählt die Tempelanlage bei Assuan zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Verehrte Götter

Als ältester Teil der Anlage gilt ein unter König Nektanebos I. erbauter Pavillon. Erhalten blieben 14 Säulen. Nachträglich wurde der Pavillon um zwei Obelisken ergänzt. An den Wänden finden sich Darstellungen von Opfergaben an Isis und den Kindgott Hor-pak-cheved. Am Dromos genannten Vorplatz befinden sich ein zum Messen des Wasserpegels verwendetes Nilometer sowie Überreste eines Tempels für den Gott des Heilwesens Imhotep und eine unter Kaiser Augustus erbaute Kapelle für den nubischen Gott Mandulis.

Aufbau der Tempelanlage

Zum eigentlichen Haupttempel gelangt man über zwei Vorhöfe, welche von Säulen eingefasst sind. Der Philae-Tempel verfügt über eine Säulenhalle und zwölf Räume, deren Zentrum das Heiligtum bildet. Die Wände zieren verschiedene Gottheiten und die Darstellung von Opferritualen. In Resten erhalten blieb der Hathor-Tempel, welcher von zehn Säulen getragen wird und über mehrere kleine Räume verfügt. Südlich des Tempelkomplexes erhebt sich der Trajan-Pavillon, welcher mit einer Länge von 20 Metern als größter freistehender Pavillon des alten Ägypten angesehen wird.


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