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Die 6 Katarakte des Nils

Stromschnellen im Nil

Die sechs Katarakte bezeichnen flache zerklüftete Strecken im Nil zwischen Assuan in Ägypten und Khartum im Sudan, an denen die Wasseroberfläche durch Granitbarrieren im Flussbett durchbrochen wird.

Das Wort Katarakt bezeichnet seiner ursprünglich griechischen Bedeutung nach einen Wasserfall oder eine Stromschnelle. Hier handelt es sich nicht um Wasserfälle; einige Bereiche sind durch Wildwasser gekennzeichnet, an den meisten anderen Stellen fließt das Wasser aber bedeutend ruhiger und flacher.

In früheren Jahrhunderten bildeten diese sechs Bereiche des Nils die natürlichen Grenzen zwischen verschiedenen Königreichen und auch heute werden sie noch als Orientierungspunkte herangezogen, um über die Geschichte Ägyptens zu sprechen.

Von Norden nach Süden gibt es sechs Katarakte, von denen der erste im heutigen Ägypten liegt und die restlichen fünf im Sudan.

Nil-Katarakte

1. Katarakt bei Assuan

Der erste befindet sich in Assuan und ist heute vom Nassersee überlagert. Es ist der einzige Katarakt, der in Ägypten liegt.

2. Katarakt in Nubien

Der zweite wird oftmals auch als größerer Katarakt bezeichnet und befindet sich in Nubien oberhalb des Nassersee.

3. Katarakt bei Hannek

Der dritte Katarakt liegt nahe der Städte Hannek und Tombos.

4. Katarakt bei Dar al-Manasir

Der vierte befindet sich in der Nubischen Wüste nahe Dar-al-Manasir, wo er seit 2008 durch den Merowe Staudamm überflutet wird.

5. Katarkt beim Zusammenfluss des Nils mit dem Atbara

Der fünfte befindet sich nahe der Stadt Berber und dem Zusammenfluss des Nils mit dem Atbara-Fluss.

6. Katarakt bei Meroe

Der sechste Katarakt befindet sich nahe der antiken Stadt Meroe, bei einem Gebirgsdurchbruch mit dem Namen Sabaluka-Intrusion

Geologische Hintergründe

Die geologischen Hintergründe für die Bildung der Katarakte liegen in der tektonischen Aktivität des nördlichen Sudans, die es Teilen des Flussbettes – trotz Erosion – erlauben, sich über die Wasseroberfläche zu erheben. Vor Millionen von Jahren schoben sich hier im Osten von Afrika Kontinentalplatten übereinander, die härter sind als das Sedimentgestein des Flusses und so die Gegend formten.

Einfluss der Katarakte auf die Schifffahrt

Insbesondere der vierte Katarakt galt bis zu seiner Überflutung als das am schwersten zu passierende Teilstück des Nils und spaltete den Fluss in unzählige seichte Arme. Hier weicht der Nil von seiner nach Norden gerichteten Strömung ab und fließt über eine Länge von 280 km nach Südwesten.

Über Jahrhunderte war es praktisch unmöglich, den Nil in dieser Region zu befahren und so war nicht nur die Erforschung, sondern auch der Handel für viele Kulturen stark eingeschränkt. Um die Region bereisen zu können, war es notwendig, kleine Boote über diese zerklüfteten Stellen des Nils zu ziehen. Die Flutung durch den Nassersee und den Merowe-Staudamm hat das Navigieren auf dem Fluss mittlerweile erleichtert, sodass selbst die Nilkreuzfahrtschiffe keine Probleme mehr haben, die Katarakte zu passieren.


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