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Landwirtschaft am Nil, der Lebensader Ägyptens

Der Nil ist die Lebensader von Ägypten. Nur auf dem schmalen Streifen Land direkt rechts und links des Flusses ist Landwirtschaft überhaupt möglich. Je weiter man nach Süden kommt, desto mehr nähert sich die Wüste dem Fluss.

Die Bedeutung des Nils für die Landwirtschaft

Der Nil ist der längste Fluss Afrikas und der Erde. Die jährliche Regenzeit bewirkt, dass der Fluss anschwillt und Hochwasser entsteht. Ganze dreiundsechzig Prozent der jährlichen Regenmenge fallen in der Zeit von August bis Oktober. In diesen drei Monaten steigt der Nilpegel oft auf acht und mehr Meter an. Die Felder werden für lange Zeit überschwemmt. In den darauf folgenden Wochen, in denen das Wasser wieder zurückgeht, kann intensiv Landwirtschaft betrieben werden, denn der Boden ist durch die Überschwemmung sehr fruchtbar. Landwirtschaft ist in diesem Land der Extreme nur mit Hilfe von Bewässerungswirtschaft möglich und wird noch heute wie vor vielen hundert Jahren betrieben.

Landwirtschaftlich nutzbare Flächen und Bewässerungssysteme

Durch die stetig und stark wachsende Bevölkerungszahl ist es jedoch dringend notwendig, neue landwirtschaftlich nutzbare Flächen zu erschließen, was sich als sehr schwierig erweist. Schon im Altertum nutzten die Ägypter effektive Bewässerungssysteme für ihre Felder. Die sicherten das Überleben der Bevölkerung in Ägypten und tun es auch heute noch.

Wassermangel in Ägypten

Die Schwierigkeit: Nahezu hundert Prozent der ägyptischen Bevölkerung lebt im Niltal, wohingegen das Wüstengebiet, das ca. 96 Prozent der Landesfläche ausmacht, menschenleer ist. Durch politische Fehlentscheidungen und Völkerabkommen kommt es jedoch dazu, dass große Teile der insgesamt 10 Anrainerstaaten, das sind immerhin 300 Millionen Anwohner am Nil, unter permanenter Unterversorgung mit Wasser leiden.

Auswirkungen des Assuan-Staudamms

Die besonderen klimatischen Bedingungen waren ein Hauptgrund dafür, den Assuan-Staudamm zu bauen. So sollte vor allem die Tragfähigkeit des Niltals erhöht und die Ernährung der Bevölkerung durch eine zweite Ernte im Jahr gesichert werden. Tatsächlich brachte schon der erste Staudamm den Vorteil, dass eine weitere Ernte eingebracht werden konnte. Auch der Anbau von Exportreis konnte intensiviert werden.
Langfristig haben jedoch die intensivere Bewirtschaftung und Bewässerung dazu geführt, dass mehr Flächen verloren gingen als gewonnen wurden. Der durch den Staudamm ausbleibende Nilschlamm machte viele zuvor fruchtbare Ackerböden nicht mehr nutzbar. Kritiker werfen der Regierung eine verfehlte Agrarpolitik vor. Die setzte vor allem auf die Produktion von Exportprodukten, so dass Ägypten heute sehr stark von Getreideimporten abhängig ist.


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