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Kurz erklärt: Die Pyramiden von Gizeh sind die rund 4.500 Jahre alten Grabmäler der Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos am westlichen Nilufer bei Kairo. Als einziges der sieben antiken Weltwunder sind sie bis heute erhalten und lassen sich von einer Nilkreuzfahrt aus bequem als Landausflug ab Kairo besuchen.
Von der Nilkreuzfahrten.com-Redaktion · Stand: Juni 2026
- Wer ließ die Pyramiden von Gizeh bauen?
- Warum gelten sie als das letzte erhaltene Weltwunder?
- Wie groß sind die Pyramiden von Gizeh?
- Wie wurden die Pyramiden gebaut?
- Was befindet sich im Inneren der Pyramiden?
- Welche Rolle spielt die Sphinx von Gizeh?
- Was ist das Große Ägyptische Museum (GEM)?
- Wie besucht man die Pyramiden von einer Nilkreuzfahrt aus?
- Wann sind die Pyramiden geöffnet und was kostet der Eintritt?
Die Pyramiden von Gizeh gehören zu den berühmtesten Bauwerken der Menschheit und sind für viele der eigentliche Höhepunkt einer Ägyptenreise. Wer eine klassische Nilkreuzfahrt zwischen Luxor und Assuan unternimmt, erreicht Gizeh in der Regel über einen Abstecher nach Kairo. Diese Seite erklärt dir, wer die Pyramiden bauen ließ, wie groß sie sind, wie der Bau gelang, was du beim Besuch erlebst und wie sich der Ausflug sinnvoll in deine Reise einfügt.
Wer ließ die Pyramiden von Gizeh bauen?
Die drei großen Pyramiden wurden als Grabmäler für drei Pharaonen der 4. Dynastie errichtet: Cheops (Vater), Chephren (Sohn) und Mykerinos (Enkel), die zwischen etwa 2620 und 2510 v. Chr. regierten. Sie bilden zusammen mit den kleineren Königinnenpyramiden, zahlreichen Mastaba-Gräbern hoher Beamter und der Großen Sphinx die bedeutendste Anlage der Nekropole von Gizeh. Die Pyramiden waren keine isolierten Bauten, sondern Teil eines weitläufigen Totentempel-Komplexes, der den verstorbenen Herrscher auf seinem Weg ins Jenseits begleiten sollte.
Warum gelten sie als das letzte erhaltene Weltwunder?
Die Pyramiden von Gizeh sind das einzige der sieben antiken Weltwunder, das die Jahrtausende überdauert hat. Während die Hängenden Gärten von Babylon, der Koloss von Rhodos oder der Leuchtturm von Alexandria längst verschwunden sind, stehen die Pyramiden noch heute fast vollständig auf ihrem Plateau. Genau diese Beständigkeit macht ihren besonderen Reiz aus: Du betrachtest dieselben Monumente, die schon Herodot in der Antike bestaunte. Die Cheops-Pyramide war über rund 3.800 Jahre das höchste von Menschen errichtete Bauwerk der Welt, bis sie im Mittelalter von europäischen Kathedralen übertroffen wurde.
Wie groß sind die Pyramiden von Gizeh?
Die größte und älteste ist die Cheops-Pyramide am Nordostende der diagonal verlaufenden Dreierreihe. Sie war ursprünglich 146,6 Meter hoch und misst heute, ohne ihre einstige Spitze und Verkleidung, noch knapp 139 Meter. Die benachbarte Chephren-Pyramide wirkt höher, weil sie auf etwas höherem Baugrund steht; tatsächlich ist sie mit ursprünglich 143,5 Metern (heute rund 136 Meter) etwas kleiner. Die Mykerinos-Pyramide am Südwestende ist mit ursprünglich 65,5 Metern (heute etwa 62 Meter) die kleinste der drei. Die drei Bauwerke stehen jeweils rund 200 Meter voneinander entfernt in einer Linie, die von Nordost nach Südwest verläuft.
Wie wurden die Pyramiden gebaut?
Für die Cheops-Pyramide wurden schätzungsweise 2,3 Millionen Steinblöcke mit einem Durchschnittsgewicht von rund 2,5 Tonnen verbaut. Die Arbeiter lösten den Kalkstein in nahen Steinbrüchen, transportierten die Blöcke vermutlich über Schlitten und Rampen und setzten sie mit erstaunlicher Präzision aufeinander. Anders als die lange verbreitete Vorstellung von Sklavenheeren errichteten nach heutigem Forschungsstand bezahlte, gut versorgte Facharbeiter und saisonale Hilfskräfte die Bauten. Für die Königskammer kam Granit aus Assuan zum Einsatz, der über den Nil herangeschafft wurde – derselben Region, in der Jahrtausende später der Assuan-Staudamm entstand. Die Grundfläche der Cheops-Pyramide ist nahezu perfekt quadratisch und exakt nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet.
Was befindet sich im Inneren der Pyramiden?
Im Inneren verbergen sich enge Gänge, Entlastungskammern und die eigentlichen Grabkammern. In der Cheops-Pyramide führt die spektakuläre Große Galerie steil aufwärts zur Königskammer, in der noch der leere Granitsarkophag steht. Schätze fanden die Forscher dort nicht mehr – die Pyramiden wurden bereits in der Antike geplündert. Wer die Innenräume besichtigt, sollte wissen, dass die Gänge niedrig, eng und ohne nennenswerte Reliefs oder Malereien sind; der Reiz liegt im Erlebnis der Architektur, nicht in bunter Ausstattung. Für Menschen mit Platzangst oder Knieproblemen ist der Aufstieg eine Herausforderung.
Welche Rolle spielt die Sphinx von Gizeh?
Die Große Sphinx wacht mit ihrem Löwenkörper und einem Menschenhaupt am östlichen Rand des Plateaus, unweit der Chephren-Pyramide. Sie ist rund 73 Meter lang und etwa 20 Meter hoch und aus dem anstehenden Fels gehauen – damit eine der größten Monolith-Skulpturen der Welt. Ihr Gesicht trägt vermutlich die Züge des Pharao Chephren. Sphinx und Pyramiden bilden zusammen das ikonische Bild von Gizeh. Mehr über diesen rätselhaften Wächter und seine Geschichte erfährst du auf unserer Seite zur Sphinx von Gizeh.
Was ist das Große Ägyptische Museum (GEM)?
Das Große Ägyptische Museum – kurz GEM – liegt nur rund zwei Kilometer vom Gizeh-Plateau entfernt und ist eines der größten Archäologiemuseen der Welt. Es vereint die komplette Tutanchamun-Sammlung, das Solar-Boot des Cheops und Zehntausende weitere Objekte unter einem Dach, mit direktem Blick auf die Pyramiden. Für viele Reisende ist die Kombination aus Pyramidenbesuch und Museum der ideale Kairo-Tag. Wenn du tiefer in die Schätze der Pharaonen eintauchen möchtest, lohnt sich vorab ein Blick auf unsere Übersicht der Museen in Kairo.
Wie besucht man die Pyramiden von einer Nilkreuzfahrt aus?
Die meisten Nilkreuzfahrten verkehren zwischen Luxor und Assuan und berühren Kairo nicht direkt. Den Besuch der Pyramiden hängst du deshalb in der Regel als verlängerten Aufenthalt in Kairo vor oder nach der eigentlichen Flusskreuzfahrt an. Von Kairo aus ist Gizeh in einem entspannten Tagesausflug zu schaffen, oft kombiniert mit der Stufenpyramide von Saqqara und dem GEM. Wie ein solcher Kairo-Tag abläuft und was sich gut verbinden lässt, zeigt dir unsere Seite zum Ausflug nach Kairo im Detail. Hintergründe zur Lebensader des Landes findest du auf unserer Übersicht zum Nil.
Wann sind die Pyramiden geöffnet und was kostet der Eintritt?
Das Gizeh-Plateau ist täglich geöffnet, im Winter meist von etwa 8 bis 17 Uhr, in den heißen Sommermonaten häufig mit etwas kürzeren Zeiten. Es gibt ein Basisticket für das Gelände sowie gesonderte Tickets für das Betreten der Cheops-Pyramide, der Chephren-Pyramide und der Grabkammern. Die Innenbesichtigung der Cheops-Pyramide ist begehrt und in der Stückzahl begrenzt, weshalb du früh am Tag dort sein solltest. Plane insgesamt zwei bis drei Stunden für das Plateau ein, nimm festes Schuhwerk, Sonnenschutz und Wasser mit. Da Preise und Öffnungszeiten sich ändern können, lohnt sich vor dem Besuch eine kurze Rückfrage bei deiner Reiseleitung.
Häufige Fragen zu den Pyramiden von Gizeh
Wie alt sind die Pyramiden von Gizeh?
Die drei großen Pyramiden entstanden während der 4. Dynastie zwischen etwa 2620 und 2510 v. Chr. und sind damit rund 4.500 Jahre alt. Die Cheops-Pyramide ist die älteste und größte der drei.
Kann man die Pyramiden von innen besichtigen?
Ja, mit einem gesonderten Ticket lassen sich die Cheops- und die Chephren-Pyramide von innen begehen. Die Gänge sind eng, niedrig und warm, deshalb ist die Innenbesichtigung nicht für jeden geeignet. Plätze für die Cheops-Pyramide sind begrenzt.
Sind die Pyramiden UNESCO-Welterbe?
Ja, die Pyramiden von Gizeh gehören seit 1979 als Teil der Stätte „Memphis und seine Nekropole“ zum UNESCO-Weltkulturerbe.



