Tal der Könige

Von der Nilkreuzfahrten.com-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 8 Min. Lesezeit
Tal der Könige

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Das Tal der Könige ist die berühmte Felsnekropole am Westufer von Luxor, in der über 60 Pharaonen und Würdenträger des Neuen Reichs (ca. 1550–1070 v. Chr.) bestattet wurden – darunter Tutanchamun (KV62), Ramses VI. und Sethos I. Die kunstvoll bemalten Grabkammern zählen zu den eindrucksvollsten Zeugnissen des alten Ägypten.

Wer auf einer Nilkreuzfahrt in Luxor anlegt, sollte sich das Tal der Könige nicht entgehen lassen. Hinter den kargen Felshängen am Westufer verbirgt sich eine der bedeutendsten archäologischen Stätten der Welt – ein Tal voller reich dekorierter Felsgräber, in denen die mächtigsten Herrscher Ägyptens ihre letzte Ruhe finden sollten. Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen rund um Geschichte, Gräber, Tickets und Besuch.

Was ist das Tal der Könige?

Das Tal der Könige ist eine antike Begräbnisstätte, in der über einen Zeitraum von rund 500 Jahren die Pharaonen des Neuen Reichs und ausgewählte Angehörige des Hofes bestattet wurden. Statt sichtbarer Pyramiden ließen die Herrscher tiefe, verzweigte Felsgräber in den Berg treiben, um ihre Mumien und Grabschätze vor Grabräubern zu schützen. Heute sind mehr als 60 Gräber bekannt, die mit Wandmalereien, Reliefs und religiösen Texten geschmückt sind. Die Stätte gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe und ist Teil der weitläufigen Thebanischen Nekropole.

Wo liegt das Tal der Könige?

Das Tal liegt am Westufer des Nils gegenüber der modernen Stadt Luxor, dem antiken Theben. Während die großen Tempelanlagen wie der Karnak-Tempel auf dem Ostufer stehen, wurde das Westufer – dort, wo die Sonne untergeht – zum Reich der Toten. Eingebettet in eine zerklüftete Felslandschaft hinter dem markanten, pyramidenförmigen Berg el-Qurn erstreckt sich das Tal in zwei Hauptarme, das Osttal und das weniger besuchte Westtal.

Warum wurden hier die Gräber angelegt?

Die Pharaonen des Neuen Reichs brachen mit der Tradition der Pyramiden, weil diese Grabräuber geradezu anzogen. Das abgelegene, gut bewachte Tal hinter dem Berg el-Qurn bot besseren Schutz: Seine natürliche Pyramidenform galt zudem als Symbol des Sonnengottes und passte zur religiösen Vorstellung der Wiedergeburt. Durch die Lage am Westufer, dem Ort des Sonnenuntergangs, verband sich die Begräbnisstätte ideal mit dem ägyptischen Jenseitsglauben.

Welche Gräber kann man besuchen?

Von den über 60 Gräbern ist nur ein Teil für Besucher geöffnet, und die zugänglichen Gräber wechseln, um die empfindlichen Wandmalereien zu schonen. Mit dem Standardticket darf man in der Regel drei der geöffneten Gräber besichtigen. Beliebte Beispiele sind die Gräber von Ramses III. (KV11), Ramses IV. (KV2), Ramses IX. (KV6) und Merenptah (KV8). Für besonders prachtvolle Gräber wie das von Tutanchamun, Sethos I. oder Ramses VI. ist jeweils ein zusätzliches Sonderticket erforderlich.

Was ist das Grab des Tutanchamun?

Das Grab des Tutanchamun (KV62) ist das berühmteste der gesamten Nekropole. Der britische Archäologe Howard Carter entdeckte es 1922 nahezu unberührt – eine Weltsensation, denn die meisten anderen Gräber waren längst geplündert. Tutanchamun war ein vergleichsweise unbedeutender, jung verstorbener Pharao, doch sein vollständiger Grabschatz mit der goldenen Totenmaske machte ihn weltberühmt. Das Grab selbst ist klein, beherbergt aber noch heute die Mumie des Königs. Die meisten Schätze sind inzwischen in Kairo zu sehen.

Welche Gräber sind die schönsten?

Zu den beeindruckendsten Gräbern zählt das von Sethos I. (KV17), das tiefste und am reichsten dekorierte Grab des Tals mit außergewöhnlich gut erhaltenen Reliefs. Ebenso berühmt ist das Grab von Ramses VI. (KV9) mit seiner kunstvollen astronomischen Deckendarstellung. Auch das Grab von Ramses III. besticht durch farbenfrohe Szenen des Alltagslebens. Wer Zeit und Budget hat, sollte mindestens eines dieser Sondergräber einplanen – der zusätzliche Eintritt lohnt sich für die Detailtreue und Farbintensität.

Wie sind die Gräber aufgebaut und dekoriert?

Die Königsgräber folgen einem charakteristischen Aufbau: Von einem Eingang führt ein langer, abfallender Korridor durch mehrere Säulenhallen und Vorkammern bis zur eigentlichen Sargkammer mit dem Sarkophag. Wände und Decken sind mit Szenen aus den ägyptischen Jenseitsbüchern bedeckt – etwa dem Amduat, dem Pfortenbuch und dem Buch der Toten. Diese Texte und Bilder sollten dem verstorbenen König die gefahrvolle Reise durch die Unterwelt und seine Wiedergeburt sichern. Die leuchtenden Farben haben sich in vielen Gräbern erstaunlich gut gehalten.

Was kostet der Eintritt ins Tal der Könige?

Der Besuch ist über ein gestaffeltes Ticketsystem geregelt. Das Standardticket berechtigt zum Besuch von drei der regulär geöffneten Gräber. Für die besonders berühmten Gräber – Tutanchamun, Sethos I. und Ramses VI. – fällt jeweils ein separates Sonderticket an. Da die Preise in ägyptischen Pfund regelmäßig angepasst werden, lohnt sich vor der Reise ein Blick auf aktuelle Angaben. Bei einer organisierten Ausflugstour ist der Standardeintritt oft bereits im Paketpreis enthalten, Sondergräber jedoch meist nicht.

Darf man im Tal der Könige fotografieren?

Das Fotografieren in den Gräbern war lange Zeit streng untersagt. Inzwischen ist es in vielen Gräbern gegen einen Aufpreis und mit einem Fototicket erlaubt; Blitzlicht bleibt jedoch verboten, um die empfindlichen Pigmente der Wandmalereien zu schonen. Die Regelungen ändern sich gelegentlich und werden vor Ort durch die Aufseher kontrolliert. Wer fotografieren möchte, fragt am besten direkt am Eingang nach den geltenden Bestimmungen und erwirbt das Fototicket an der Kasse.

Wann besucht man das Tal der Könige am besten?

Die angenehmste Reisezeit liegt zwischen Oktober und April, wenn die Temperaturen in Luxor erträglich sind. In den Sommermonaten klettert das Thermometer in dem schattenlosen Tal leicht über 40 Grad. Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt sich ein Besuch früh am Morgen direkt nach Öffnung: Dann sind die Gräber noch kühl und die großen Reisegruppen noch nicht eingetroffen. So lassen sich die Wandmalereien in Ruhe betrachten.

Wie kommt man zum Tal der Könige?

Von der Nilkreuzfahrt oder aus Luxor erreicht man das Tal über eine Brücke, die ans Westufer führt. Die meisten Besucher kommen im Rahmen eines organisierten Ausflugs nach Luxor, der die Westufer-Höhepunkte bündelt. Wer auf einer Nilkreuzfahrt entlang des Nils unterwegs ist, bekommt diese Tour häufig als Landausflug angeboten. Alternativ bringen Taxis vom Stadtzentrum die Besucher in rund 30 Minuten zum Eingang des Tals.

Wie viel Zeit sollte man einplanen?

Für das Tal der Könige selbst sollte man mindestens zwei bis drei Stunden einrechnen, um drei Gräber in Ruhe zu besichtigen und gegebenenfalls ein oder zwei Sondergräber zu besuchen. Vom Besucherzentrum fährt ein kleiner Elektrozug die letzten Meter zu den Gräbern. Da sich am Westufer weitere Höhepunkte befinden, empfiehlt es sich, den gesamten Vormittag oder einen ganzen Ausflugstag für die Region einzuplanen.

Was sollte man bei der Hitze mitnehmen?

Das Tal ist nahezu schattenlos und kann sehr heiß werden, daher sind ausreichend Wasser, Kopfbedeckung und Sonnencreme unverzichtbar. Festes, bequemes Schuhwerk hilft auf den teils steilen Korridoren und Treppen in den Gräbern. In den engen Grabkammern wird es zudem stickig und warm. Ein kleines Tuch zum Abtupfen und etwas Bargeld für Tickets, Trinkgelder und das Fototicket gehören ebenfalls ins Gepäck.

Was sieht man in der Nähe?

Das Westufer von Luxor bietet weit mehr als nur das Tal der Könige. Ganz in der Nähe liegt der eindrucksvolle Hatschepsut-Tempel, der sich in mehreren Terrassen an den Felshang schmiegt. Auf dem Weg dorthin passiert man die beiden monumentalen Memnonkolosse, die einst einen längst verschwundenen Totentempel flankierten. Auch das Tal der Königinnen und die Arbeitersiedlung Deir el-Medina lassen sich gut mit einem Besuch des Tals der Könige verbinden.

Lohnt sich der Besuch im Rahmen einer Nilkreuzfahrt?

Für viele Reisende ist das Tal der Könige der Höhepunkt ihrer Nilkreuzfahrt. Während das Ostufer mit seinen großen Tempeln die Macht der lebenden Pharaonen zeigt, vermittelt das Westufer die religiöse Vorstellungswelt vom Tod und der Wiedergeburt. Die Kombination aus karger Wüstenlandschaft, jahrtausendealter Geschichte und farbenprächtiger Grabkunst macht den Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis – und zu einem festen Programmpunkt fast jeder Luxor-Tour.

Häufige Fragen zum Tal der Könige

Ist das Grab des Tutanchamun im Standardticket enthalten?

Nein, für das Grab des Tutanchamun (KV62) ist ein separates Sonderticket nötig, das man zusätzlich zum Standardticket an der Kasse erwirbt.

Wie viele Gräber darf ich mit einem Ticket besichtigen?

Das Standardticket berechtigt in der Regel zum Besuch von drei der aktuell geöffneten Gräber. Sondergräber wie das von Sethos I. oder Ramses VI. erfordern jeweils ein eigenes Ticket.

Kann man das Tal der Könige im Sommer besuchen?

Ja, das Tal ist ganzjährig geöffnet. Im Sommer wird es jedoch extrem heiß, daher empfiehlt sich ein Besuch früh am Morgen mit viel Wasser und Sonnenschutz.

Sind die Gräber barrierefrei zugänglich?

Die meisten Gräber sind über abfallende Korridore und Treppen erreichbar und somit nur eingeschränkt barrierefrei. Einzelne Gräber sind flacher und leichter zugänglich als andere.

Planen Sie Ihren Besuch am Westufer von Luxor: Kombinieren Sie das Tal der Könige mit weiteren Höhepunkten auf Ihrem Ausflug nach Luxor und entdecken Sie auch den nahe gelegenen Hatschepsut-Tempel. Mehr zur Stätte finden Sie auch bei Wikipedia zum Tal der Könige.
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