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Der Luxor-Tempel liegt mitten im Zentrum von Luxor am Ostufer des Nils und ist einer der eindrucksvollsten Tempel Ägyptens. Vor allem unter Amenophis III. und Ramses II. errichtet, beeindruckt er mit gewaltigem Pylon, Obelisk, Kolossalstatuen und der Sphinxallee, die ihn mit Karnak verbindet. Abends stimmungsvoll beleuchtet, ist er fester Bestandteil jeder Nilkreuzfahrt.
Während viele Tempel Ägyptens etwas außerhalb liegen, steht der Luxor-Tempel mitten in der lebendigen Stadt – umgeben von Cafés, der Uferpromenade und dem Trubel des heutigen Luxor. Diese Lage macht ihn besonders zugänglich: Man kann ihn bequem zu Fuß erreichen und sowohl im warmen Morgenlicht als auch in der Abendbeleuchtung erleben. Dieser Überblick führt durch Geschichte, Höhepunkte und alles Praktische für den Besuch.
Was ist der Luxor-Tempel?
Der Luxor-Tempel ist ein großer altägyptischer Tempel, der dem Götterkönig Amun, seiner Gemahlin Mut und ihrem Sohn Chons – der thebanischen Triade – geweiht war. Anders als die meisten Tempel war er nicht primär einem Totenkult, sondern der königlichen Erneuerung gewidmet: Hier wurde im jährlichen Opet-Fest das Königtum rituell verjüngt. Über Jahrhunderte erweiterten mehrere Pharaonen die Anlage zu ihrer heutigen Größe.
Wo liegt der Luxor-Tempel?
Der Tempel liegt direkt am Ostufer des Nils im Herzen der Stadt Luxor, nur wenige Schritte von der Uferpromenade entfernt. Von den meisten Nilkreuzfahrtschiffen, die in Luxor anlegen, ist er in wenigen Minuten zu erreichen. Seine zentrale Lage macht ihn zum idealen Ziel für den späten Nachmittag, wenn die Hitze nachlässt und die Beleuchtung den Tempel in Szene setzt.
Wer hat den Luxor-Tempel erbaut?
Den Kern der Anlage – den großen Säulenhof und die elegante Kolonnade – ließ Pharao Amenophis III. in der 18. Dynastie errichten. Rund hundert Jahre später erweiterte Ramses II. den Tempel um den vorderen Hof, den mächtigen Pylon und die Kolossalstatuen. Auch Tutanchamun, Haremhab und in späterer Zeit Alexander der Große hinterließen hier ihre Spuren, sodass der Tempel viele Epochen vereint.
Was ist die Sphinxallee?
Vom Eingang des Luxor-Tempels führte einst eine rund 2,7 Kilometer lange Prozessionsstraße, gesäumt von hunderten Sphingen, bis zum Karnak-Tempel. Auf dieser Allee zog während des Opet-Festes die feierliche Prozession der Götterbarken. Nach umfangreichen Ausgrabungen wurde die Sphinxallee restauriert und wieder freigelegt – heute kann man Teile dieser beeindruckenden Verbindung zwischen den beiden großen Tempeln Luxors begehen.
Was sieht man am Eingang (Pylon und Obelisk)?
Den Auftakt bildet der gewaltige Pylon Ramses‘ II., dessen Fassade einst Reliefs seiner Schlacht von Kadesch zeigte. Davor thronen Kolossalstatuen des Pharaos sowie ein hoch aufragender rosa Granitobelisk. Ursprünglich standen hier zwei Obelisken – der zweite befindet sich heute auf der Place de la Concorde in Paris, wohin er im 19. Jahrhundert verschenkt wurde.
Wo steht der zweite Obelisk?
Der fehlende zweite Obelisk des Luxor-Tempels wurde 1830 von Ägypten an Frankreich übergeben und steht seit 1836 auf der Place de la Concorde in Paris. Im Gegenzug erhielt Ägypten eine Turmuhr, die heute in der Mohammed-Ali-Moschee in Kairo zu sehen ist. Der verbliebene Obelisk in Luxor ragt noch immer eindrucksvoll vor dem Pylon empor.
Welche Rolle spielte das Opet-Fest?
Das Opet-Fest war eines der wichtigsten religiösen Feste des Neuen Reichs. Dabei wurden die Kultbilder der Götter in feierlicher Prozession von Karnak zum Luxor-Tempel getragen, um die göttliche Kraft des Pharaos zu erneuern. Das Fest dauerte mehrere Wochen und verband religiöse Zeremonie mit einem großen Volksfest – die Sphinxallee war die Bühne dieser Prozession.
Was hat es mit der Moschee im Tempel auf sich?
Im Inneren des Tempelhofs steht die Abu-Haggag-Moschee, die auf jahrhundertealten Fundamenten errichtet wurde, als der Tempel teils verschüttet war. Sie zeugt von der durchgehenden Nutzung des Ortes über die Jahrtausende – von der Pharaonenzeit über die christliche Epoche bis zur islamischen Gegenwart. Die Moschee ist bis heute in Betrieb und gibt dem Tempel eine besondere, vielschichtige Atmosphäre.
Lohnt sich der Besuch am Abend?
Ja, der Luxor-Tempel zählt zu den schönsten Tempeln Ägyptens bei Dunkelheit. Wenn die Sonne untergeht und die Anlage angestrahlt wird, werfen Säulen und Statuen dramatische Schatten, und die Hitze des Tages ist verflogen. Viele Besucher kombinieren deshalb den späten Nachmittag mit dem Einbruch der Dämmerung, um den Tempel in beiden Stimmungen zu erleben.
Wie unterscheidet er sich vom Karnak-Tempel?
Während der Karnak-Tempel ein riesiger, über zwei Jahrtausende gewachsener Komplex ist, wirkt der Luxor-Tempel kompakter, klarer und besser überschaubar. Karnak überwältigt durch schiere Größe und die Große Säulenhalle, der Luxor-Tempel besticht durch Eleganz und seine Lage mitten in der Stadt. Beide gehörten kultisch zusammen und ergänzen sich – am besten besucht man sie an einem Tag.
Wie kommt man zum Luxor-Tempel?
Da der Tempel im Stadtzentrum liegt, ist er von den Anlegestellen der Nilschiffe und den meisten Hotels zu Fuß, per Taxi oder Kutsche bequem erreichbar. Auf einer Nilkreuzfahrt ist der Besuch in der Regel Teil des Luxor-Programms. Wer individuell reist, kann den Eingang an der Corniche, der Niluferstraße, nicht verfehlen.
Was kostet der Eintritt und wie viel Zeit braucht man?
Für den Luxor-Tempel wird ein separates Eintrittsticket fällig, das man am Eingang löst; die Preise werden regelmäßig angepasst, weshalb du sie am besten vor Ort oder über deinen Reiseveranstalter prüfst. Für eine Besichtigung solltest du ein bis zwei Stunden einplanen. Bei gebuchten Ausflügen im Rahmen einer Kreuzfahrt ist der Eintritt oft bereits enthalten – ein Blick in die Reiseunterlagen lohnt sich.
Welche Bauphasen und Epochen vereint der Tempel?
Der Luxor-Tempel ist ein Geschichtsbuch aus Stein: Amenophis III. schuf im 14. Jahrhundert v. Chr. den Kern mit Kolonnade und Sonnenhof, Ramses II. fügte rund hundert Jahre später den vorderen Hof und den Pylon hinzu. In ptolemäischer und römischer Zeit diente der Tempel weiter als Heiligtum, später entstand eine römische Garnison, eine christliche Kirche und schließlich die Moschee. Diese Schichten machen den Tempel zu einem seltenen Zeugnis ununterbrochener religiöser Nutzung über mehr als 3.000 Jahre – nur wenige Orte der Welt erzählen eine so durchgehende Geschichte.
Was sind die Höhepunkte im Inneren?
Hinter dem Pylon öffnet sich der weite Ramses-Hof mit doppelten Säulenreihen und Statuen, gefolgt von der eindrucksvollen Großen Kolonnade Amenophis‘ III. mit ihren 14 mächtigen Papyrussäulen. Die Reliefs der Kolonnade zeigen die festliche Opet-Prozession und gehören zu den schönsten Darstellungen des Tempels. Dahinter liegen der elegante Sonnenhof und die inneren Sanktuare, in denen einst nur Priester und der Pharao Zutritt hatten. Wer langsam durch diese Abfolge schreitet, erlebt die bewusst inszenierte Steigerung von der Öffentlichkeit zum Allerheiligsten.
Welche Tipps gibt es für den Besuch?
Plane den Besuch idealerweise für den späten Nachmittag, um Hitze zu vermeiden und den Übergang in die Abendbeleuchtung mitzunehmen. Bequeme Schuhe, Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sind ratsam, da der Tempel kaum Schatten bietet. Ein ortskundiger Reiseführer hilft, die Reliefs und die Geschichte einzuordnen, die sich sonst nicht von selbst erschließen. Kleine Geldscheine sind für Tickets und Trinkgelder praktisch, und für Fotos lohnt sich das weiche Licht am Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang besonders.
Warum gehört der Luxor-Tempel auf jede Nilkreuzfahrt?
Kaum ein anderer Tempel verbindet historische Bedeutung, beeindruckende Architektur und gute Erreichbarkeit so ideal wie der Luxor-Tempel. Er liegt unmittelbar am Liegeplatz der Schiffe, lässt sich flexibel am Nachmittag oder Abend einplanen und bildet zusammen mit Karnak das kultische Zentrum des alten Theben. Für viele Reisende ist der beleuchtete Tempel am Abend einer der emotionalen Höhepunkte der gesamten Reise – ein würdiger Auftakt oder Abschluss des Luxor-Programms an Bord einer Nilkreuzfahrt.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?
Vom Luxor-Tempel aus sind die weiteren Höhepunkte der Region rasch erreicht: der gewaltige Karnak-Tempel im Norden, das Luxor-Museum an der Corniche sowie – auf dem Westufer – das Tal der Könige, der Hatschepsut-Tempel und die Memnon-Kolosse. Diese Fülle an Monumenten macht Luxor zum „größten Freilichtmuseum der Welt“. Eine Nilkreuzfahrt verbindet diese Ziele bequem und lässt zwischen den Besichtigungen Zeit zum Entspannen an Bord.
Häufige Fragen zum Luxor-Tempel
Liegt der Luxor-Tempel wirklich mitten in der Stadt?
Ja, er befindet sich direkt im Zentrum von Luxor am Ostufer des Nils, umgeben von der Uferpromenade und der Innenstadt – das macht ihn besonders leicht erreichbar.
Kann man Luxor- und Karnak-Tempel an einem Tag besuchen?
Ja, beide liegen am Ostufer und werden meist am selben Tag besichtigt. Sie waren über die Sphinxallee miteinander verbunden und gehören kultisch zusammen.
Ist der Tempel abends geöffnet?
Der Luxor-Tempel ist auch am Abend zugänglich und dann beleuchtet. Viele Besucher empfinden die Abendstimmung als den schönsten Moment für die Besichtigung.
Wann ist die beste Reisezeit?
Die Monate Oktober bis April sind am angenehmsten. In dieser Zeit sind die Temperaturen in Oberägypten mild genug für eine ausgiebige Besichtigung.





