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Kurz erklärt: Die Memnon-Kolosse sind zwei rund 18 m hohe Sitzstatuen aus Quarzit am Westufer von Luxor. Sie zeigen Pharao Amenhotep III. und bewachten einst den Eingang seines gewaltigen, heute fast verschwundenen Totentempels – des größten Tempels von Theben. Ihren griechischen Namen erhielten sie, weil der nördliche Koloss früher bei Sonnenaufgang einen klagenden Ton von sich gab.
Von der Nilkreuzfahrten.com-Redaktion · Stand: Juni 2026
- Was sind die Memnon-Kolosse?
- Wo stehen die Memnon-Kolosse?
- Wen stellen die Statuen dar?
- Wie groß sind die Kolosse?
- Aus welchem Material bestehen sie?
- Woher kommt der Name Memnon?
- Warum „sang“ der nördliche Koloss bei Sonnenaufgang?
- Wann verstummte der singende Koloss?
- Welche antiken Besucher kamen zu den Kolossen?
- Was steht in den antiken Inschriften?
- Welcher Tempel gehörte zu den Kolossen?
- Was geschah mit dem Totentempel?
- Welche kleineren Figuren sind an den Statuen zu sehen?
- Was zeigen die Reliefs an den Thronseiten?
- Was bedeutet der Name „Memnonia“?
- Was finden die heutigen Ausgrabungen?
- Wie wurden die Monolithe transportiert?
- Wie viel Zeit sollte ich für den Besuch einplanen?
- Was kostet der Eintritt?
- Wann ist die beste Tageszeit für ein Foto?
- Wie liegen die Kolosse im Westufer-Programm?
- Wie besuche ich die Memnon-Kolosse auf einer Nilkreuzfahrt?
Was sind die Memnon-Kolosse?
Die Memnon-Kolosse sind zwei monumentale Sitzstatuen, die einst am Haupteingang eines riesigen Totentempels standen. Sie zeigen einen Pharao thronend, die Hände flach auf den Knien, den Blick nach Osten über den Nil gerichtet. Mit ihrer schieren Größe markierten sie den feierlichen Auftakt zur Tempelanlage und sollten den verstorbenen König für alle Ewigkeit gegenwärtig halten.
Von dem dahinterliegenden Tempel ist heute fast nichts mehr zu sehen – die beiden Kolosse aber haben Jahrtausende, Erdbeben und Nilhochwasser überdauert und zählen zu den bekanntesten Wahrzeichen von Theben West. Weithin sichtbar erheben sie sich auf dem flachen Schwemmland zwischen Feldern und Wüste und dienen vielen Besuchern als erster Programmpunkt auf dem Weg zu den Gräbern und Totentempeln. Sie gehören fest zum Ausflug nach Luxor.
Wo stehen die Memnon-Kolosse?
Die Memnon-Kolosse stehen in Theben West, gegenüber der Stadt Luxor, an einem Ort, der heute Kom el-Hettan heißt. Hier ließ Pharao Amenhotep III. seinen Totentempel errichten, an dessen Eingang die beiden Statuen aufgestellt wurden.
Sie liegen am Westufer des Nils, der traditionellen Seite der Totenstädte. Wer vom Anleger in Luxor übersetzt und zu den Gräbern fährt, kommt fast zwangsläufig an ihnen vorbei: Sie stehen direkt am Weg zum Tal der Könige und zu den weiteren Sehenswürdigkeiten des Westufers. Der Ortsname Kom el-Hettan bezeichnet das Gelände, auf dem einst der Tempel stand; davon zeugen heute neben den Kolossen nur noch verstreute Mauerreste und Statuenfragmente im Schwemmland.
Wen stellen die Statuen dar?
Beide Kolosse stellen ein und denselben Herrscher dar: Pharao Amenhotep III., auch Amenophis III. genannt, der in der 18. Dynastie des Neuen Reiches regierte. Er trägt einen einfachen Königsschurz und das Nemes-Kopftuch und sitzt in würdevoller, streng symmetrischer Haltung auf seinem Thron.
Amenhotep III. ließ in und um Theben so umfangreich bauen wie kaum ein anderer Pharao; sein Totentempel am Westufer war seinerzeit der größte der ganzen Region. Die beiden Kolosse markierten dessen monumentalen Zugang und sollten den vergöttlichten König im Diesseits wie im Jenseits präsent halten. Dass die Statuen tatsächlich einen ägyptischen König und nicht den sagenhaften Memnon zeigen, war den späteren griechischen und römischen Besuchern lange nicht bewusst.
Wie groß sind die Kolosse?
Die heute erhaltenen Statuen sind jeweils rund 18 m hoch und wiegen geschätzt um die 700 Tonnen. In ihrem ursprünglichen Zustand, mit den heute fehlenden Kronen, brachten sie es auf etwa 22 m – das entspricht ungefähr einem siebenstöckigen Haus. Schon die Sockel sind mehrere Meter hoch.
Auch im heutigen, verwitterten Zustand wirken die Kolosse über dem flachen Gelände von Theben West weithin sichtbar und eindrucksvoll. Der nördliche der beiden ist stärker beschädigt; an ihm sind die antiken Reparaturen besonders gut zu erkennen. Dass zwei derart riesige Steinblöcke gefertigt, über Land an ihren Standort gebracht und aufgerichtet wurden, gilt bis heute als bemerkenswerte logistische und handwerkliche Leistung der altägyptischen Baumeister.
Aus welchem Material bestehen sie?
Die Kolosse bestehen aus Quarzit, einem extrem harten Sandstein. Jede Statue wurde – soweit erhalten – aus einem einzigen, gewaltigen Felsblock gehauen, einem Monolithen. Das Gestein stammt nach Ansicht der Forschung aus Steinbrüchen bei Kairo, also rund 600 Kilometer nilabwärts.
Quarzit galt den alten Ägyptern als besonders wertvoll, weil es schwer zu bearbeiten ist und in der Sonne in warmen Rot- und Gelbtönen schimmert. Genau diese Härte erklärt auch, warum die Kolosse alle anderen Bauteile des Tempels überdauert haben: Während Kalkstein und Sandstein der Umgebung längst zerfallen oder als Baumaterial abgetragen wurden, trotzten die beiden Quarzit-Riesen den Jahrtausenden.
Woher kommt der Name Memnon?
Den Namen Memnon erhielten die Statuen erst lange nach ihrer Entstehung, und zwar von griechischsprachigen Reisenden der Antike. Sie deuteten den geheimnisvollen Klang des nördlichen Kolosses als Stimme des Memnon, einer Gestalt der griechischen Sage.
Memnon war in der Mythologie ein König der Äthiopier und ein Sohn der Eos, der Göttin der Morgenröte, der im Trojanischen Krieg fiel. Die Reisenden verstanden den morgendlichen Ton als Gruß Memnons an seine Mutter, die mit dem ersten Licht des Tages über den Himmel zieht. So übertrugen sie einen griechischen Mythos auf ein ägyptisches Bauwerk – und der falsche, aber poetische Name Memnon hat sich bis heute gehalten, obwohl die Statuen in Wahrheit Amenhotep III. zeigen.
Warum „sang“ der nördliche Koloss bei Sonnenaufgang?
Berichten antiker Autoren zufolge gab der nördliche Koloss in den frühen Morgenstunden, kurz nach Sonnenaufgang, einen eigentümlichen Ton von sich – beschrieben als Klagen, Singen oder das Reißen einer Saite. Das Phänomen setzte erst ein, nachdem ein Erdbeben im Jahr 27 v. Chr. den oberen Teil der Statue zum Einsturz gebracht hatte.
Die heute gängigste Erklärung ist physikalisch: In dem zerborstenen Stein hatten sich feine Risse und Hohlräume gebildet. Wenn die kühle Nachtluft im Inneren bei Sonnenaufgang rasch erwärmt wurde, dehnte sie sich aus und entwich durch die Spalten – ein Vorgang, der einen klagenden, pfeifenden Ton erzeugen konnte. Für die antiken Besucher aber war es die Stimme eines Helden, der seine göttliche Mutter begrüßte.
Wann verstummte der singende Koloss?
Der Klang verstummte um das Jahr 199 n. Chr., nachdem der römische Kaiser Septimius Severus die schadhafte Statue hatte ausbessern lassen. Man fügte den eingestürzten Oberkörper aus mehreren, kleineren Steinblöcken wieder zusammen – diese Lagen sind am nördlichen Koloss bis heute deutlich zu sehen.
Mit der Reparatur waren die Risse und Hohlräume geschlossen, die den Ton überhaupt erst möglich gemacht hatten. Seither hat niemand das Singen mehr gehört. Ironischerweise wollte der Kaiser die Statue ehren und damit das Phänomen verewigen – tatsächlich brachte er den berühmten Klang für immer zum Schweigen.
Welche antiken Besucher kamen zu den Kolossen?
Der singende Koloss machte Theben West zu einer der ersten großen Touristenattraktionen der Geschichte. Schon in griechischer und römischer Zeit reisten Neugierige eigens an, um den Ton bei Sonnenaufgang zu hören. Zu den prominentesten Gästen zählte im Jahr 130 n. Chr. der römische Kaiser Hadrian, der mit großem Gefolge anreiste.
Auch Strabon, der griechische Geograph, berichtete von dem Phänomen, ebenso zahlreiche namenlose Pilger und Soldaten. Viele von ihnen hinterließen ihre Spuren direkt am Stein. Diese antike Begeisterung macht die Memnon-Kolosse zu einem der frühesten dokumentierten Reiseziele überhaupt – ein Vorläufer dessen, was Besucher heute auf einer Nilkreuzfahrt an genau dieser Stelle erleben.
Was steht in den antiken Inschriften?
An den Beinen und Sockeln des nördlichen Kolosses haben sich rund hundert griechische und lateinische Inschriften erhalten – ein einzigartiges Gästebuch der Antike. Besucher ritzten ihre Namen ein, datierten ihren Besuch und hielten fest, ob sie den berühmten Klang gehört hatten oder nicht.
Einige dieser Inschriften stammen von hohen römischen Beamten und Offizieren, andere sind in Versform verfasst und richten sich poetisch an „Memnon“ selbst. Sie sind eine wertvolle historische Quelle, weil sie das Phänomen genau datieren und zeigen, wie verbreitet der antike „Tourismus“ zu den Kolossen war. Für die Forschung sind diese Graffiti bis heute eine der ergiebigsten Fundgruben zur Frühgeschichte des Reisens.
Welcher Tempel gehörte zu den Kolossen?
Die Kolosse bewachten den Totentempel Amenhoteps III., die größte derartige Anlage, die je in Theben errichtet wurde. Sie war rund 550 m lang und 700 m breit und damit flächenmäßig größer als der berühmte Karnak-Tempel am Ostufer.
Hinter den beiden Kolossen folgten einst weitere monumentale Statuengruppen, Höfe, Pylone und ein von einer dicken Mauer umschlossener Heiliger Bezirk. Im Totentempel sollte der verstorbene Pharao als Gott verehrt und mit Opfergaben versorgt werden. Dass von dieser gewaltigen Anlage heute fast nichts mehr steht, lässt erst recht erahnen, welche Dimensionen sie einst hatte – und macht die erhaltenen Kolosse umso eindrucksvoller.
Was geschah mit dem Totentempel?
Der Tempel war vom Untergang besonders bedroht, weil er sehr nah am Nil und damit in der jährlichen Überschwemmungszone errichtet worden war. Hochwasser unterspülte die Fundamente, ein schweres Erdbeben – vermutlich dasselbe von 27 v. Chr. – brachte große Teile zum Einsturz.
In den folgenden Jahrhunderten plünderten spätere Bauherren die Ruine systematisch und verschleppten ihre Steine als Baumaterial für andere Tempel und Bauten. So verschwand der einst größte Tempel Thebens fast vollständig. Übrig blieben vor allem die beiden Quarzit-Kolosse am früheren Eingang, deren Härte und Größe sie vor der Wiederverwertung bewahrt hatten.
Welche kleineren Figuren sind an den Statuen zu sehen?
An die Beine der Kolosse sind kleinere Figuren angefügt, wie es bei ägyptischen Königsstatuen üblich war. Sie stellen die beiden wichtigsten Frauen im Leben des Pharaos dar: seine Mutter, die Königinmutter Mutemwia, sowie seine Große Königliche Gemahlin Teje.
Eine weitere, mittig zwischen den Beinen stehende Figur ist so stark zerstört, dass sich nicht mehr sicher sagen lässt, wen sie darstellte. Solche Beifiguren betonten die familiäre und dynastische Stellung des Herrschers und ordneten ihn in seine Königslinie ein. Sie machen aus dem Koloss mehr als ein bloßes Standbild – nämlich ein dynastisches Denkmal.
Was zeigen die Reliefs an den Thronseiten?
An den seitlichen Flächen der Throne, auf denen Amenhotep III. sitzt, findet sich ein berühmtes Motiv: die „Vereinigung der beiden Länder“. Zwei Nilgötter binden symbolisch die Wappenpflanzen von Ober- und Unterägypten – Lotos und Papyrus – um das Zeichen für „Einheit“.
Dieses Bild war ein Sinnbild für die Macht des Pharaos, der das gesamte Reich von der Mittelmeerküste bis zum ersten Nilkatarakt unter sich vereinte. Solche Reliefs sind nicht bloß Schmuck, sondern politisches Programm in Stein: Sie verkündeten, dass der König die Ordnung des Landes garantierte. Wer genau hinschaut, kann diese Darstellungen an den verwitterten Thronflanken bis heute teilweise erkennen.
Was bedeutet der Name „Memnonia“?
Aus dem griechischen Namen der Kolosse leitete sich in der Antike die Bezeichnung „Memnonia“ für die gesamte Tempel- und Nekropolenregion am Westufer ab. Griechische und römische Autoren nannten so das weite Gräberfeld von Theben West, das sie mit dem sagenhaften Memnon verbanden.
Der Begriff zeigt, wie stark die beiden Statuen das antike Bild des Westufers prägten: Nicht der ägyptische König, sondern der griechische Held gab der ganzen Landschaft ihren Namen. Für die heutige Forschung ist „Memnonia“ ein nützliches Stichwort, das in antiken Reiseberichten immer wieder auftaucht und das Gebiet der heutigen Totentempel und Königsgräber meint.
Was finden die heutigen Ausgrabungen?
Seit Anfang der 2000er-Jahre legt ein internationales Grabungsprojekt den verschütteten Totentempel Stück für Stück wieder frei. Dabei kamen zahlreiche weitere Königsstatuen, Sphingen und Reliefs zum Vorschein, darunter weitere Kolosse, die einst tiefer im Tempel standen.
Die Funde zeigen, dass die berühmten beiden Statuen am Eingang nur der Auftakt eines ganzen „Statuenwaldes“ waren. Restauratoren haben einzelne dieser Bildwerke wieder aufgerichtet, sodass Besucher heute mehr von der ursprünglichen Pracht erahnen können als noch vor zwanzig Jahren. Die Ausgrabungen machen das Areal hinter den Kolossen zunehmend wieder lesbar – ein lohnender Blick über die beiden Wächter hinaus.
Wie wurden die Monolithe transportiert?
Der Transport der beiden Quarzit-Blöcke vom Steinbruch bis nach Theben gehört zu den großen Rätseln der altägyptischen Logistik. Über mehrere hundert Kilometer mussten die Rohblöcke bewegt werden – nach gängiger Annahme auf großen Schiffen über den Nil, der damals die wichtigste Verkehrsader des Landes war.
An Land kamen vermutlich Schlitten, befeuchtete Sandbahnen, Hebel und die Muskelkraft Hunderter Arbeiter zum Einsatz. Wie genau die fertigen Kolosse aufgerichtet und exakt ausgerichtet wurden, ist bis heute nicht restlos geklärt. Klar ist nur: Das Projekt band über Jahre enorme Ressourcen und unterstreicht die Organisationskraft des ägyptischen Staates unter Amenhotep III.
Wie viel Zeit sollte ich für den Besuch einplanen?
Für die Memnon-Kolosse selbst genügen meist 15 bis 30 Minuten. Die Statuen stehen frei und ohne Innenräume im Gelände, sodass der Besuch im Wesentlichen aus Betrachten, Staunen und Fotografieren besteht. Eine Besichtigung „von innen“ gibt es nicht.
Im Rahmen eines geführten Westufer-Ausflugs ist der Halt deshalb bewusst kurz angesetzt und auf den Weg zwischen Anleger und den größeren Zielen gelegt. Wer sich für die laufenden Ausgrabungen des dahinterliegenden Tempels interessiert, kann ein paar Minuten länger bleiben und über die Statuen hinaus auf das Grabungsareal blicken.
Was kostet der Eintritt?
Die Memnon-Kolosse selbst sind frei zugänglich; für den unmittelbaren Foto-Stopp am Straßenrand wird in der Regel kein Ticket verlangt. Die Statuen stehen offen im Gelände und lassen sich von der Zufahrtsstraße aus bequem aus nächster Nähe betrachten.
Eintritt fällt erst für die umliegenden Sehenswürdigkeiten an – etwa das Tal der Könige, den Hatschepsut-Tempel oder das benachbarte Grabungsareal. Innerhalb einer organisierten Tour sind diese Tickets meist im Ausflugspreis enthalten. Wer individuell unterwegs ist, sollte die aktuellen Preise vor Ort prüfen, da sie regelmäßig angepasst werden.
Wann ist die beste Tageszeit für ein Foto?
Für stimmungsvolle Aufnahmen eignen sich der frühe Vormittag und der späte Nachmittag am besten. Da die Kolosse nach Osten blicken, liegt ihr Gesicht am Morgen im warmen Streiflicht der aufgehenden Sonne – genau jener Moment, der einst den berühmten Klang auslöste.
In der Mittagshitze steht die Sonne hoch und flach, das Licht wird hart und kontrastarm, zudem ist es im offenen Schwemmland sehr heiß. Die meisten Westufer-Touren starten ohnehin früh am Morgen, sodass der Halt an den Kolossen oft in die günstigste Lichtstimmung fällt. Eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser sind hier wegen des fehlenden Schattens ratsam.
Wie liegen die Kolosse im Westufer-Programm?
Die Memnon-Kolosse bilden fast immer den ersten Halt einer Westufer-Tour, weil sie verkehrsgünstig direkt an der Zufahrt vom Nil in die Totenstadt liegen. Von dort führt die Strecke weiter zu den großen Zielen in den Bergen und am Wüstenrand.
Ein typisches Programm verbindet die Kolosse mit dem Tal der Könige, dem terrassenförmigen Hatschepsut-Tempel und – je nach Tour – dem Tal der Königinnen. So ergibt sich ein abgerundeter Halbtagesausflug, der die wichtigsten Stätten von Theben West an einem Vormittag bündelt.
Wie besuche ich die Memnon-Kolosse auf einer Nilkreuzfahrt?
Auf einer Nilkreuzfahrt erreichen Sie die Memnon-Kolosse im Rahmen des Westufer-Ausflugs, der ab der Station Luxor angeboten wird. Da Ihr Schiff am Ostufer anlegt, setzen Sie zunächst über den Nil und fahren dann ins Schwemmland von Theben West, wo die Kolosse als erster Stopp warten.
Der Halt ist meist kurz, eignet sich aber bestens für Fotos, da die Statuen frei und ohne Absperrung im Gelände stehen. Anschließend führt die Tour gewöhnlich weiter zum Tal der Könige und zum nahe gelegenen Hatschepsut-Tempel. Welche Häfen Ihr Schiff anläuft, zeigt das Kreuzfahrtprogramm mit allen Stationen. Welche Schiffe die Route Luxor–Assuan befahren, finden Sie in der Übersicht der Nilkreuzfahrtschiffe.
Häufige Fragen zu den Memnon-Kolossen
Kann man die Memnon-Kolosse von innen besichtigen?
Nein. Die Kolosse sind massive Statuen ohne Innenräume und stehen frei im Gelände von Theben West. Der Besuch erfolgt von außen und dauert meist nur einen kurzen Fotostopp.
Warum heißen die Statuen „Memnon“, obwohl sie einen ägyptischen König zeigen?
Griechische Reisende deuteten den morgendlichen Klang des nördlichen Kolosses als Stimme des Sagenhelden Memnon. Tatsächlich stellen beide Statuen Pharao Amenhotep III. dar – der falsche, aber poetische Name hat sich bis heute gehalten.
Warum sind die Klanglaute heute verstummt?
Nach römischen Ausbesserungen um 199 n. Chr. unter Septimius Severus erklang der Ton nicht mehr. Vermutlich hatten Risse im zerborstenen Stein in Verbindung mit der morgendlichen Erwärmung die Laute erzeugt; die Reparatur schloss diese Spalten.
Gehören die Memnon-Kolosse zum UNESCO-Welterbe?
Ja. Sie liegen im Bereich des antiken Theben, das seit 1979 zum UNESCO-Welterbe zählt.
Lohnt sich der Halt an den Kolossen trotz seiner Kürze?
Ja. Die schiere Größe der beiden Quarzit-Riesen und ihre Geschichte als antike Touristenattraktion machen den kurzen Stopp zu einem eindrucksvollen Auftakt jeder Westufer-Tour – und zu einem der beliebtesten Fotomotive von Theben West.





