Tal der Königinnen

Von der Nilkreuzfahrten.com-Redaktion Aktualisiert: Juni 2026 18 Min. Lesezeit
Tal der Königinnen

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Kurz erklärt: Das Tal der Königinnen liegt am Westufer des Nils gegenüber dem antiken Theben, dem heutigen Luxor. In diesem „Platz der Schönheit“ (altägyptisch Ta-set-neferu) wurden Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen des Neuen Reiches bestattet – rund 90 Gräber. Berühmtestes ist das prachtvoll bemalte Grab der Nefertari, der Lieblingsgemahlin Ramses’ II., das als schönstes Grab ganz Ägyptens gilt.

Von der Nilkreuzfahrten.com-Redaktion · Stand: Juni 2026

Was ist das Tal der Königinnen?

Das Tal der Königinnen ist eine altägyptische Nekropole am Westufer des Nils gegenüber dem antiken Theben, dem heutigen Luxor. Hier wurden im Neuen Reich die nächsten Angehörigen der Pharaonen bestattet – Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen. Es bildet damit das familiäre Gegenstück zum benachbarten Tal der Könige, in dem die regierenden Herrscher selbst ruhen.

Statt unter Pyramiden ließen sich die Mitglieder der Königsfamilie in tief in den Wüstenfels getriebenen Felsgräbern beisetzen. Ihre Kammern sind mit farbenprächtigen Wand- und Deckenmalereien geschmückt, die die Verstorbenen im Kreis der Götter und auf ihrem Weg durch das Jenseits zeigen. Das Tal fügt sich so in die weitläufige Totenstadt von Theben West ein, die man am bequemsten im Rahmen eines Ausflugs von Luxor aus erkundet.

Wo liegt das Tal der Königinnen?

Das Tal liegt am Westufer des Nils, gegenüber von Luxor, in den trockenen Hügeln am Südwestrand der thebanischen Nekropole. Es schließt unmittelbar an die Arbeitersiedlung Deir el-Medina an und liegt nur wenige Kilometer südwestlich des berühmten Tals der Könige.

Diese abgeschiedene Lage war kein Zufall: Die schwer zugänglichen Wüstentäler sollten die Gräber vor Plünderern schützen. Zugleich lag die Totenstadt im Westen, auf der Seite des Sonnenuntergangs, die im altägyptischen Weltbild dem Reich der Toten zugeordnet war. Wer vom Anleger in Luxor übersetzt, erreicht das Tal über dieselbe Westufer-Route, die auch zu den Memnon-Kolossen und zum Hatschepsut-Tempel führt.

Woher kommt der Name „Platz der Schönheit“?

In der Antike trug das Tal der Königinnen den ägyptischen Namen Ta-set-neferu, der sich als „Platz der Schönheit“ oder auch als „Platz der Kinder des Königs“ übersetzen lässt. Beide Lesarten passen: Sie verweisen zugleich auf die landschaftlich stille Lage in den westlichen Hügeln und auf die Bestimmung des Ortes als würdige Ruhestätte der königlichen Familie.

Der Name spiegelt auch den künstlerischen Anspruch wider, mit dem die Gräber ausgestattet wurden. Wer durch die kühlen, bemalten Grabkammern geht, versteht rasch, warum die alten Ägypter diesem Ort einen so poetischen Namen gaben. Im Kontrast zur kargen, hellen Wüstenoberfläche wirken die farbenfrohen Innenräume wie verborgene Schatzkammern – ein Eindruck, der dem Namen bis heute alle Ehre macht.

Wer wurde im Tal der Königinnen bestattet?

Im Tal der Königinnen ruhen die Ehefrauen und Kinder der Pharaonen aus dem Neuen Reich, vor allem aus der 18. bis 20. Dynastie. Anders als der Name vermuten lässt, waren es nicht nur Königinnen: Auch zahlreiche Prinzen und Prinzessinnen sowie einzelne hohe Würdenträger erhielten hier ihre letzte Ruhestätte. Die regierenden Pharaonen selbst wurden dagegen im benachbarten Königstal beigesetzt.

Damit ergänzt das Tal das Bild der thebanischen Nekropole, in der jede Gruppe der Königsfamilie ihren eigenen, sorgsam gewählten Bestattungsplatz erhielt. Besonders unter Ramses III. aus der 20. Dynastie wurden viele Söhne des Königs prächtig ausgestattet beigesetzt – einige der eindrucksvollsten Gräber des Tals gehen auf diese Zeit zurück.

Seit wann wurde das Tal genutzt?

Die Anlage wurde ab dem frühen Neuen Reich, etwa ab der 18. Dynastie um 1550 vor Christus, als Begräbnisstätte genutzt. Die frühesten Grabstätten stammen aus dieser Zeit; den Höhepunkt erreichte das Tal jedoch in der 19. und 20. Dynastie unter den Ramessiden, als die kunstvollsten und am besten erhaltenen Gräber entstanden.

Über mehrere Jahrhunderte hinweg wuchs so ein dichtes Feld aus Felsgräbern heran. Wie im benachbarten Königstal liegen die frühen Anlagen eher im Norden und die späteren im Süden des Tals – eine Anordnung, die manchen Besucher an den Aufbau der großen Nachbarnekropole erinnert. Nach dem Ende des Neuen Reiches verlor das Tal seine königliche Funktion und wurde in späteren Epochen teils für einfachere Bestattungen weitergenutzt.

Wie viele Gräber gibt es im Tal der Königinnen?

Im Tal der Königinnen sind rund 90 Gräber bekannt, die mit dem Kürzel QV (für „Queens’ Valley“) und einer Nummer bezeichnet werden – das Grab der Nefertari trägt etwa die Nummer QV66. Viele dieser Anlagen sind allerdings unfertig geblieben, schmucklos oder im Lauf der Jahrtausende stark beschädigt worden.

Nur eine kleine Auswahl ist heute für Besucher geöffnet, und welche Gräber zugänglich sind, kann von Saison zu Saison wechseln. Zum Schutz der empfindlichen Malereien bleiben einzelne Kammern zeitweise geschlossen. Es lohnt sich daher, vor Ort bei der Reiseleitung nachzufragen, welche der schönsten Anlagen gerade geöffnet sind – so lässt sich der Besuch optimal auf die zugänglichen Höhepunkte abstimmen.

Was macht das Grab der Nefertari so berühmt?

Das Grab der Königin Nefertari (QV66) gilt vielen Fachleuten als das schönste bemalte Grab ganz Ägyptens. Auf einem hellen Untergrund leuchten die Wandmalereien in außergewöhnlich frischen Farben: Sie zeigen die Königin in feinen Gewändern, im Gebet vor den Göttern und auf ihrem Weg durch das Jenseits. Die Qualität der Zeichnung, die Tiefe der Farben und der hervorragende Erhaltungszustand machen die Kammern zu einem Höhepunkt der altägyptischen Kunst.

Errichtet wurde das Grab für die Lieblingsgemahlin Ramses’ II., des wohl mächtigsten Pharaos der 19. Dynastie. Gerade weil die Malereien so empfindlich sind, wird QV66 besonders streng geschützt. Wer es betreten darf, erlebt einen der eindrucksvollsten Räume, die das alte Ägypten hinterlassen hat – ein Erlebnis, das viele Besucher als Höhepunkt ihrer gesamten Ägyptenreise beschreiben.

Kann man das Grab der Nefertari heute besichtigen?

Ja, das Grab der Nefertari ist geöffnet, allerdings nur unter strengen Auflagen. Der Zugang erfolgt über ein deutlich teureres Sonderticket, das zusätzlich zum normalen Eintritt ins Tal gelöst werden muss. Außerdem ist die Aufenthaltsdauer in der Grabkammer begrenzt, und die Zahl der täglichen Besucher ist bewusst klein gehalten, um die Malereien vor Feuchtigkeit und Abrieb zu schützen.

Wer das Grab sehen möchte, sollte das vorab mit der Reiseleitung klären und das Zusatzticket einplanen. Trotz des höheren Preises und des Zeitlimits lösen viele Reisende es gerne – die wenigen Minuten in dieser außergewöhnlichen Kammer zählen für sie zu den unvergesslichsten Momenten am Nil. Ob das Grab geöffnet ist, kann je nach Konservierungslage variieren, weshalb sich eine kurze Nachfrage vor Ort immer lohnt.

Wer war Nefertari?

Nefertari war die Große Königliche Gemahlin Ramses’ II. und damit die ranghöchste Frau am Hof eines der bedeutendsten Pharaonen Ägyptens. Sie spielte eine sichtbare Rolle im Staatsleben, trat bei religiösen und diplomatischen Anlässen auf und wurde von ihrem Mann mit außergewöhnlichen Ehren bedacht.

Ihre herausgehobene Stellung zeigt sich auch in Abu Simbel: Dort weihte Ramses II. ihr neben seinem eigenen, gewaltigen Felsentempel einen zweiten, kleineren Tempel – eine seltene Ehre für eine Königin. Das prachtvolle Grab im Tal der Königinnen ist gewissermaßen die letzte dieser großen Gesten: ein Denkmal für die geliebte Gemahlin, dessen künstlerische Qualität ihre besondere Bedeutung bis heute spürbar macht.

Welche weiteren Gräber lohnen den Besuch?

Neben dem Grab der Nefertari lohnen vor allem die Gräber, die Ramses III. für seine Söhne anlegen ließ. Besonders eindrucksvoll sind das Grab des Prinzen Amunherchepeschef (QV55) und das Grab des Prinzen Chaemwaset, beide mit gut erhaltenen, farbintensiven Malereien. Auch das Grab der Königin Titi gehört zu den sehenswerten Anlagen des Tals.

Während viele Gräber eher schlicht gehalten oder unfertig geblieben sind, geben diese ausgewählten Kammern einen seltenen, persönlichen Einblick in die altägyptische Vorstellung vom Übergang ins Jenseits. Welche von ihnen aktuell geöffnet sind, hängt von der Saison und vom Stand der Restaurierung ab – die Reiseleitung weiß vor Ort, welche der Höhepunkte gerade zugänglich sind.

Was zeigt das Grab des Prinzen Amunherchepeschef?

Das Grab des Prinzen Amunherchepeschef (QV55), eines früh verstorbenen Sohnes Ramses’ III., zählt zu den schönsten geöffneten Anlagen des Tals. Auf seinen Wänden begleitet der Pharao seinen Sohn durch die jenseitigen Rituale und stellt ihn den Göttern vor. Die Szenen sind in kräftigen Farben auf hellem Grund ausgeführt und außergewöhnlich gut erhalten.

Diese Darstellungen sind nicht nur künstlerisch herausragend, sondern auch berührend persönlich: Sie zeigen die Fürsorge eines Vaters für sein verstorbenes Kind und geben einen seltenen Einblick in die familiäre Seite des Königshofes. Für viele Besucher ist dieses Grab – neben Nefertaris Kammer – der eindrücklichste Moment im Tal der Königinnen.

Was ist im Grab der Königin Titi zu sehen?

Das Grab der Königin Titi gehört ebenfalls zu den zugänglichen Anlagen und stammt aus der Ramessidenzeit. Seine Kammern zeigen die Königin im Gebet vor verschiedenen Gottheiten sowie zahlreiche Schutzsymbole, die ihr den sicheren Übergang ins Jenseits gewährleisten sollten.

Die Malereien sind feiner und zurückhaltender als die prachtvollen Szenen bei Nefertari, vermitteln aber sehr gut, wie ein typisches Königinnengrab des Tals gestaltet war. Über die historische Person Titi ist nur wenig gesichert; ihr Grab ist daher vor allem als anschauliches Beispiel für die religiöse Bildwelt der Anlage sehenswert und ergänzt den Eindruck, den die berühmteren Gräber hinterlassen.

Wie unterscheidet sich das Tal vom Tal der Könige?

Der wichtigste Unterschied liegt in den Bestatteten: Im Tal der Könige ruhen die regierenden Pharaonen, im Tal der Königinnen ihre Ehefrauen und Kinder. Das Königstal ist mit über sechzig Gräbern und dem weltberühmten Grab des Tutanchamun deutlich bekannter und stärker besucht.

In der künstlerischen Qualität jedoch steht das kleinere Tal der Königinnen kaum zurück – vor allem dank des prachtvoll bemalten Grabes der Nefertari. Beide Täler liegen nahe beieinander am selben Westufer und werden auf Nilkreuzfahrten häufig im selben Ausflug besucht. Das Tal der Königinnen ist dabei meist ruhiger und ein wenig abseits der größten Besucherströme, was den Besuch besonders stimmungsvoll macht.

Welche Rolle spielt das nahe Deir el-Medina?

Direkt am Tal der Königinnen liegt Deir el-Medina, die Siedlung der Handwerker und Künstler, die einst die Königsgräber von Theben West anlegten und ausmalten. Genau diese Spezialisten schufen auch die Malereien im Tal der Königinnen. Die Nähe der beiden Orte ist also kein Zufall: Die Arbeiter lebten unmittelbar bei ihren Baustellen.

Für Besucher ist Deir el-Medina eine spannende Ergänzung, denn der Ort zeigt die andere Seite der Nekropole – nicht die Grabherren, sondern die Menschen, die deren Gräber gestalteten. Viele Westufer-Programme lassen sich so erweitern, dass man neben dem Tal der Königinnen auch einen Blick auf die Handwerkersiedlung und ihre eigenen, kunstvoll bemalten Privatgräber wirft.

Wie sind die Gräber aufgebaut?

Die Gräber des Tals folgen einem ähnlichen Grundschema: Ein in den Fels gehauener Korridor oder eine Treppe führt von der Oberfläche hinab zu einer oder mehreren Kammern, an deren Ende meist die eigentliche Grabkammer mit dem Sarkophag liegt. Im Vergleich zu den weit ausgreifenden Pharaonengräbern des Königstals sind diese Anlagen kleiner und überschaubarer.

Wände und Decken wurden geglättet, grundiert und anschließend bemalt. Wegen der oft schlechten Felsqualität trugen die Handwerker häufig eine Putzschicht auf, bevor sie die Szenen ausführten. Genau diese Putzmalereien sind besonders empfindlich – sie lösen sich leicht und reagieren stark auf Feuchtigkeit, weshalb der Erhalt der Gräber bis heute eine große Herausforderung darstellt.

Was zeigen die Wandmalereien?

Die Malereien zeigen vor allem religiöse Szenen: die verstorbene Königin oder den Prinzen im Gebet vor den großen Göttern Ägyptens, beim Empfang durch die Totengottheiten und auf dem Weg durch die Gefahren der Unterwelt. Häufig sind Sprüche und Bilder aus dem ägyptischen Totenbuch zu sehen, die dem Verstorbenen Schutz und ein gutes Fortleben sichern sollten.

Bei Nefertari etwa wird die Königin von Schutzgöttinnen an der Hand genommen und den Herren des Jenseits vorgestellt. Diese Bilder verbinden tiefe Religiosität mit hoher künstlerischer Schönheit – ein Doppelmotiv, das die Wände des Tals insgesamt prägt. Wer die Szenen zu lesen lernt, erkennt darin eine Art Bildanleitung für den Weg ins ewige Leben.

Warum sind die Gräber so streng geschützt?

Die größte Gefahr für die Malereien geht von Feuchtigkeit aus, die Besucher mit ihrem Atem und durch ihre Körperwärme in die engen Kammern bringen. Salzkristalle, die sich dadurch hinter der bemalten Putzschicht bilden, können die Farben absprengen. Deshalb sind gerade die kostbarsten Gräber – allen voran das der Nefertari – durch Besucherbegrenzung, Zeitlimits und Sondertickets geschützt.

Hinzu kommen Beschränkungen beim Fotografieren, da Blitzlicht und der Andrang vor empfindlichen Wänden zusätzlichen Schaden anrichten können. Diese Auflagen mögen den Besuch etwas einschränken, sie sind aber der Grund dafür, dass die Malereien überhaupt noch in solcher Pracht erhalten sind. Verständnis für diese Regeln hilft, das Erbe für künftige Generationen zu bewahren.

Wie wurde das Grab der Nefertari gerettet?

Im Lauf der Jahrtausende hatten Salzschäden und Verfall das Grab der Nefertari stark in Mitleidenschaft gezogen. In einer mehrjährigen, international beachteten Konservierungskampagne – maßgeblich getragen vom Getty Conservation Institute gemeinsam mit der ägyptischen Altertümerverwaltung – wurden die Malereien ab Ende der 1980er-Jahre aufwendig stabilisiert und gesichert.

Statt die Bilder neu zu malen, beschränkten sich die Fachleute darauf, die originale Substanz zu festigen und Fehlstellen behutsam zu sichern. Das Ergebnis gilt als Musterbeispiel moderner Denkmalpflege. Seit dem Abschluss der Arbeiten ist das Grab unter strengen Auflagen wieder zugänglich – und präsentiert sich in einem Zustand, der dem ursprünglichen Glanz erstaunlich nahekommt.

Was kostet der Eintritt ins Tal der Königinnen?

Für das Tal der Königinnen wird ein eigenes Eintrittsticket gelöst, das den Zutritt zu mehreren der geöffneten Gräber umfasst – allerdings nicht zum Grab der Nefertari. Dieses erfordert ein gesondertes, deutlich teureres Sonderticket, das viele Besucher trotz des Aufpreises bewusst dazubuchen.

Die genauen Preise werden von der ägyptischen Altertümerverwaltung festgelegt und gelegentlich angepasst, weshalb sich eine kurze Nachfrage vor der Reise lohnt. Auf einer geführten Westufer-Tour ist der reguläre Eintritt oft bereits im Ausflugspreis enthalten; das Nefertari-Ticket muss in der Regel separat eingeplant werden. Es empfiehlt sich, etwas Bargeld in ägyptischen Pfund für solche Zusatztickets und für Trinkgelder bereitzuhalten.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?

Wie überall in Oberägypten ist die beste Reisezeit für das Tal der Königinnen das Winterhalbjahr von Oktober bis April, wenn die Tage angenehm warm und trocken sind. Im Hochsommer klettern die Temperaturen am Westufer regelmäßig über 40 Grad, was die Besichtigung der offenen Wüstentäler anstrengend macht.

Unabhängig von der Jahreszeit empfiehlt sich ein früher Start am Morgen: Dann sind die Temperaturen noch erträglich und der Andrang ist geringer. Mehr zu Temperaturen und Jahreszeiten am Strom finden Sie auf unserer Seite zum Klima am Nil. Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser gehören bei jedem Besuch ins Gepäck, denn Schatten gibt es im Tal kaum.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Für das Tal der Königinnen allein reichen meist ein bis zwei Stunden, je nachdem, wie viele Gräber geöffnet sind und ob man das Grab der Nefertari besichtigt. Im Rahmen einer Westufer-Tour ist das Tal jedoch nur eine von mehreren Stationen, sodass für den gesamten Vormittag ein Halbtagesausflug einzuplanen ist.

Wer das empfindliche Nefertari-Grab sehen möchte, sollte das Zeitlimit in der Kammer einkalkulieren und genug Puffer für das Lösen des Sondertickets lassen. In der Praxis lässt sich das Tal gut mit dem nahen Hatschepsut-Tempel, dem Tal der Könige und einem kurzen Halt bei den Memnon-Kolossen zu einem runden Westufer-Programm verbinden.

Gehört das Tal zum UNESCO-Welterbe?

Ja. Das Tal der Königinnen ist Teil des Welterbes „Theben mit seiner Nekropole“, das die UNESCO 1979 in ihre Liste aufnahm. Gemeinsam mit den Tempeln von Karnak und Luxor sowie dem Tal der Könige und den anderen Stätten von Theben West gehört es damit zum kulturellen Erbe der gesamten Menschheit.

Dieser Status unterstreicht die herausragende Bedeutung der Anlage und ist zugleich Verpflichtung: Konservierung, Besucherlenkung und strenge Schutzauflagen dienen dazu, das Erbe dauerhaft zu sichern.

Wie besuche ich das Tal auf einer Nilkreuzfahrt?

Auf der klassischen Route zwischen Luxor und Assuan liegt das Tal der Königinnen am Westufer-Ausflug. Während das Schiff in Luxor festmacht, führt eine geführte Halbtagestour über den Nil zu den Stätten von Theben West – oft als Kombination aus Tal der Könige, Hatschepsut-Tempel und, je nach Programm, dem Tal der Königinnen.

Wegen der Hitze in den offenen Wüstentälern empfiehlt sich ein früher Start am Morgen. Welche Schiffe diese Route fahren, zeigt unsere Übersicht der Nilkreuzfahrtschiffe. Achten Sie bei der Buchung darauf, ob das Tal der Königinnen oder gar das Grab der Nefertari im jeweiligen Ausflugspaket enthalten ist – beides ist nicht selbstverständlich und oft nur gegen Aufpreis zu haben.

Erleben Sie das Tal der Königinnen und das berühmte Grab der Nefertari auf einer klassischen Nilkreuzfahrt zwischen Luxor und Assuan.Schiffe für die Route Luxor–Assuan ansehen

Häufige Fragen zum Tal der Königinnen

Was bedeutet der Name Ta-set-neferu?

Der altägyptische Name Ta-set-neferu lässt sich als „Platz der Schönheit“ oder „Platz der Kinder des Königs“ übersetzen und beschreibt das Tal sowohl als würdige Ruhestätte der Königsfamilie als auch als landschaftlich stillen Ort in den westlichen Hügeln Thebens.

Wer ist im Tal der Königinnen bestattet?

Hier ruhen Königinnen, Prinzen und Prinzessinnen des Neuen Reiches – also die engsten Angehörigen der Pharaonen. Die regierenden Herrscher selbst wurden im benachbarten Tal der Könige beigesetzt.

Kann man das Grab der Nefertari besichtigen?

Ja, allerdings nur eingeschränkt: Der Zugang erfolgt über ein deutlich teureres Sonderticket, die Besucherzahl ist begrenzt und die Aufenthaltsdauer in der Kammer limitiert, um die empfindlichen Malereien zu schützen.

Worin unterscheiden sich Tal der Königinnen und Tal der Könige?

Im Tal der Könige ruhen die Pharaonen, im Tal der Königinnen ihre Ehefrauen und Kinder. Das Königstal ist bekannter und größer, das kleinere Königinnental beeindruckt vor allem durch das prachtvolle Grab der Nefertari.

Gehört das Tal zum UNESCO-Welterbe?

Ja, es ist Teil des Welterbes „Theben mit seiner Nekropole“, das die UNESCO 1979 in ihre Liste aufnahm – gemeinsam mit dem Tal der Könige, dem Hatschepsut-Tempel und den Tempeln von Karnak und Luxor.

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